Lexikon homöopathischer Fachbegriffe


Die Homöopathie neigt, wie alle medizinischen Fakultäten, zu Fremdwort-Kauderwelsch. Hier finden Sie verständliche Erklärungen für wichtige homöopathische oder allgemeinmedizinische Fachbegriffe, die oft auftauchen, aber nie erklärt werden.

Wenn Sie Stichworte vermissen oder Anregungen haben, senden Sie uns eine mail an info@dgmh.org - wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen!




  • ...Antidot?
    Laut Wikipedia: Antidoton (griechisch andídoto, das dagegen Gegebene). Manche Substanzen oder auch Geruchsstoffe können homöopathische Arzneien unter Umständen antidotieren, d.h. sie unwirksam machen. Wenn also ein Patient z.B. Heuschnupfen hat und ihm eine homöopathische Arznei hilft, die Wirkung aber z.B. durch eine Tasse Kaffee aufgehoben wird, spricht man von einer Antidotierung. Es gibt auch homöopathische Arzneien, die andere homöopathische Arzneien antidotieren, weshalb man immer abwägen sollte, ob und welche Arznei man nach welcher einnehmen darf.

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  • ...Homöopath?
    Ein Homöopath ist nicht gleichzusetzen mit einem Heilpraktiker. Auch macht ein Homöopath keine Akupunktur oder andere Naturheilverfahren. Ein Homöopath, der rechtmäßig therapieren darf, braucht erst einmal eine Zulassung als Arzt, Heilpraktiker oder Hebamme. Nur diese Berufsgruppen dürfen Homöopathie als Heilmethode ausüben. Der Begriff „Naturheilverfahren“ ist ein Überbegriff, unter den Homöopathie, Akupunktur usw. fallen.
    Ein Homöopath ist also ein Therapeut, der entweder Arzt, Heilpraktiker oder Hebamme ist und Homöopathie als Heilmethode einsetzt.
    Was das Wort „Homöopathie“ bedeutet, haben wir ja schon behandelt.

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  • ...Anamnese?
    Der Begriff kommt von dem griechischen Wort anamnêsis=Erinnerung. Eine Anamnese ist die Aufnahme der Krankengeschichte hinsichtlich der derzeitigen Beschwerden. Handelt es sich um Beschwerden, die akuter Natur sind, wie Halsschmerzen, akuten Husten, akute Kopfschmerzen, bezieht sich die Anamnese meist nur auf die jeweiligen Symptome. Handelt es sich um eine chronische Krankheit, wie z.B. Migräne, Rheuma, Ekzeme etc. fließen in die Anamnese auch Informationen über die Familie, die Schwangerschaft der Mutter, die Krankheitsentwicklung von der Geburt an und die persönlichen Eigenheiten ein.

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  • ...Dil. (Dilution)?
    „Dil.“ steht für „Dilution“ und kommt aus dem Lateinischen.
    „Diluere“ heißt „vermindern“, „verdünnen“, „auflösen“. Eine Dilution (Angabe auf dem Rezept) ist eine Verdünnung in wässriger bzw. alkoholischer Form. Alkohol wird als Trägersubstanz gerne gebraucht, weil er konserviert und sich die Dilution so sehr lange hält.

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  • ...Globuli?
    „Globulus“ kommt aus dem Lateinischen und heißt „kleine Kugel“. Mehrere kleine Kugeln werden Globuli genannt. Globuli sind Informationsträger für die homöopathischen Wirkstoffe. Sie bestehen aus Zucker. In der Herstellung besprüht man sie mit einer arzneilichen Flüssigkeit besprüht und lässt sie trocknen. Aus diesem Grund ist es nicht wichtig, dass sich die Kügelchen bei Verdünnung im Wasserglas vollständig auflösen.
    Sicher haben Sie sich schon einmal gefragt, warum man von den Globuli immer zwei nehmen soll. Der Grund ist ganz einfach: es ist möglich, daß einzelne Kügelchen bei der Herstellung von der Besprühung nichts „abbekommen“ haben. Durch die Einnahme von zwei Globuli stellt man sicher, daß man Arznei zu sich nimmt.
    Übrigens sind solche Trägersubstanzen in der Medizin weit verbreitet. Jede Tablette ist ein ebensolcher Träger wie unsere Globuli - aber die Wirkung ist es, die den Unterschied macht!

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  • ...Homöopathie?
    Der Name kommt aus dem Griechischen und ist zusammengesetzt aus den Worten homoios=ähnlich und pathos=Leiden. Stoffe, die Symptome, die ähnlich den Symptomen eines Patienten sind, auslösen können, können den Zustand des Patienten auch heilen. Hahnemann beschrieb dieses Heilgesetz mit folgendem Satz: Similia similibus curentur – Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.

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  • ...Metastase?
    Dieses Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: meta: weg, und stasis stellen = Übersiedlung an einen anderen Ort.
    In der Schulmedizin wird der Begriff für Ableger von bösartigen Tumoren verwendet. In der Homöopathie hingegen bezeichnet man mit „Metastase“ die Folgeerscheinungen einer (unterdrückten) Krankheit. Unterdrückt man eine akute rheumatische Entzündung, kann sich zum Beispiel eine Herzkrankheit entwickeln; unterdrückt man einen Hautausschlag, können etwa Atemwegsprobleme entstehen usw. Die Herzkrankheit oder die Atemwegsprobleme wäre dann die Metastasen des Rheumas oder des Hautausschlages.

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  • ...Modalität?
    Für den Therapeuten ist wichtig zu wissen, welche Maßnahmen oder Umstände ein Leiden bessern oder verschlimmern. Diese Umstände werden als Modalitäten bezeichnet.
    Fragt Sie Ihr Therapeut: „Wie sind die Modalitäten beim Husten?“, will er also eigentlich wissen: „Was lindert den Husten, was macht ihn schlimmer?“

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